Definition
Der Enterprise Value verbindet Eigenkapitalwert, Schulden und Cash, um operative Unternehmen mit unterschiedlicher Finanzierung zu vergleichen.
Typische Falle
EBITDA ignoriert Investitionen und Working Capital und kann kapitalintensive oder akquisitive Unternehmen zu günstig erscheinen lassen. Mit FCF kombinieren.
Rechenbeispiel und Bruchstellen des Vergleichs
Bei 800 Mio. US-Dollar Marktkapitalisierung, 200 Mio. Schulden und 100 Mio. Cash beträgt der vereinfachte Enterprise Value 900 Mio. Mit 100 Mio. EBITDA sind das 9x. Wandelrechte, Minderheiten, Pensionen oder Leasing können weitere, zwischen Zähler und Nenner konsistente Anpassungen verlangen.
Zwei Firmen zu 9x unterscheiden sich, wenn eine 10% des EBITDA für Erhaltungs-Capex braucht und die andere 45%. Auch die Perioden müssen gleich sein; aktueller EV geteilt durch historisches EBITDA bei einem Peer und erwartetes beim anderen erzeugt einen falschen Abstand.
Eine gute Aussage erklärt, warum 9x gegenüber einer benannten Peer-Gruppe und Periode eine Prämie oder einen Abschlag rechtfertigt. Bei negativem oder instabilem EBITDA sind Umsatz, FCF oder Vermögenswerte oft ehrlicher.
- Stimme Schulden-, Cash- und Leasinganpassungen mit EBITDA ab.
- Mische keine erwarteten und historischen Nenner.
- Vergleiche Capex und Working-Capital-Bedarf separat.
- Nimm wiederkehrende ‘Einmaleffekte’ zurück in die Kosten.



