Definiere den zu prüfenden Gewinn
Nettoergebnis, operatives Ergebnis, EBITDA und bereinigter Gewinn beantworten verschiedene Fragen. Wähle die passende Größe und gleiche sie über einen Geschäftszyklus mit Cash ab.
Klassifiziere die Abweichung
Trenne wachstumsbedingte Forderungen und Vorräte, Vorauszahlungen, aktivierte Entwicklung, Aktienvergütung und Akquisitionen. Prüfe, ob Cash durch bessere Abläufe oder weniger Investitionen stieg.
Beurteile die Haltbarkeit
Nenne eine normalisierte Conversion und die Bilanzveränderung, die diese Einschätzung widerlegen würde.
Ein einfaches Normalisierungsbeispiel
Bei 20 Mio. US-Dollar Nettogewinn, 15 Mio. operativem Cashflow und 8 Mio. Capex beträgt die scheinbare Cash Conversion 75%, der FCF 7 Mio. Enthält der Cashflow 6 Mio. Forderungsaufbau und 5 Mio. hinzugerechnete Aktienvergütung, muss temporäres Wachstumsinvestment von wiederkehrenden Kosten zur Erzeugung des Gewinns getrennt werden.
Eine Bestandsfreisetzung von 9 Mio. im Folgejahr kann die Conversion sprunghaft verbessern. Extrapoliere sie nicht als dauerhafte Marge; zeige den Berichtswert neben einer normalisierten Zahl mit nachhaltigem Working Capital. Bei Vorauszahlungen kommt Cash vor Gewinn, sodass hohe Conversion allein keine Unterbewertung zeigt.
Eine brauchbare Schlussfolgerung nennt eine normalisierte Spanne und ihre Treiber. Lege fest, welche Änderung bei Zahlungszielen, Umschlag, Aktivierung, Erhaltungsinvestitionen oder Verwässerung die Spanne revidiert.
- Vergleiche operativen Cashflow/Gewinn und FCF/operatives Ergebnis über einen Zyklus.
- Ordne Working Capital Wachstum, Saisonalität oder Druck auf Partnern zu.
- Verfolge angeblich einmalige Bereinigungen über drei Jahre.
- Reserviere Nachholkosten, wenn Cash durch Unterinvestition stieg.



